Erfahrungsberichte

über das Selbstvertrauen

Liebe Eltern,

am Anfang aller Entwicklungen muss die grenzenlose Liebe und Akzeptanz der Eltern für ihr fehlgebildetes Kind stehen, das ist die Kraftquelle für das gemeinsame Wachsen.

Die Eltern dürfen in der Öffentlichkeit nicht scheu sein, oder gar Schamgefühle haben. Auch nicht gestellte Fragen sollten sie ruhig angehen und offen erklären, was beim eigenen Kind anders ist als bei anderen.

Die Eltern sollen das Kind immer über alles was sein Krankheitsbild betrifft informieren!

Eltern sollten ihr Kind nicht bemitleiden, sondern alles immer wieder, möglichst sachlich und verständlich erklären. Bei unbeliebten Untersuchungen, Therapien, Hilfsmitteln usw. mit viel Geduld die Notwendigkeit und die möglichen Vorteile aufzählen.

Die Eltern sollten das Kind wegen seiner Behinderung nicht bremsen, sondern gerne spielen und austoben lassen. Die körperliche Aktivität ist sehr wichtig. Die Orthesen sollten vor Verletzungen schützen und wenn es nicht mehr geht, legt das Kind von alleine wieder eine Pause ein.

Die Eltern sollten um optimale Hilfsmittel für maximale Bewegungsmöglichkeiten und optische Unauffälligkeit (normale Schuhe) kämpfen. Das Kind muss sich nach Herzenslust bewegen können, ohne Schmerzen oder Hinderungen, die durch falsche Hilfsmitteln verursacht werden.

Die Eltern sollten immer die Rückenstärkung ihres Kindes sein, aber ihm auf keinen Fall alles abnehmen. Es ist gerade bei diesem Kind wichtig, die eigenen kleineren und größeren Kämpfe des Alltags selbst zu führen und sich für die eigene Sache selbst einzusetzen.

… und dann ist auch dieses Kind plötzlich erwachsen. Ein Erwachsener der durch die Liebe und die Stärke seiner Eltern und den gemeinsam gegangenen Weg, der zum Teil recht steinig war, einige wichtige Werte in sich trägt, um seinen Alltag zu meistern:

  • Mut
  • Selbstvertrauen
  • Selbstbewusstsein
  • Durchsetzungsvermögen
  • Verbale, diplomatische Stärke
  • Soziale Kompetenz ….

Ich wünsche allen Eltern viel Kraft. Gerne stehe ich bei Bedarf betroffenen Eltern zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Antonietta M.

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