Erfahrungsberichte

Röntgenbilder per E-Mail versenden

Die Ergebnisse eines bildgebenden Verfahrens, erhält man heute i.d.R. nicht mehr (nur) als Ausdruck, sondern in digitaler Form auf CD. Auf diesen CDs liegen die Aufnahmen in einem standardisierten Format (DICOM). Zum Anzeigen ist häufig ein sehr einfaches Anzeigeprogramm (DICOM-Viewer) mit auf der CD enthalten.

Die Dateistruktur auf einer solchen CD ist zwar recht einfach, durch das Fehlen von aussagekräftigen Verzeichnisnamen jedoch nur mühsam nutzbar.

 

 

Da der häufig auf der CD enthaltene Viewer nur rudimentäre Funktionen bietet, beschaffen wir uns als erstes eine brauchbare Software. Ein gutes Programm ist der kostenlose Synedra View Personal.

Nach der Installation von Synedra können wir eine DICOM-CD öffnen (geöffnet wird immer die Datei DICOMDIR).

Auf der rechten Seite sehen wir die einzelnen Untersuchungen. Diese müssen zunächst gelesen werden - entweder selektiv oder über den Link „Alle Daten des Patienten laden“.

Auf der linken Seite werden die einzelnen Aufnahmen dann im Dokumentenbaum dargestellt.

Ein Doppelklick auf eine Aufnahme im Dokumentenbaum zeigt diese dann auch an.

Ein Rechtsklick auf das geöffnete Bild zeigt ein Kontextmenü mit vielfältigen Optionen an.

U.U. interessant ist ein Blick in die Metadaten (DICOM-Dump), die zu jeder Aufnahme viele zusätzliche Informationen speichern. Die Ansicht der Meta-Daten erreichen wir durch Klick rechts oben auf die Schaltfläche „Metadaten“.

Hier erkennen wir unter der Position 0018,1260, dass die Aufnahme mit einem Nadelkristalldetektor (needle) gemacht wurde (siehe auch hier).

Doch zurück zum Bild. Um eine Aufnahme per E-Mail zu versenden, ist zunächst die Frage nach dem Bildformat zu klären.

Grundsätzlich stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Originalformat DICOM

Das Bild kann im Original, also im DICOM-Format versandt werden. Der Vorteil liegt auf der Hand. Es handelt sich um das Originalbild - ohne Veränderungen, also mit maximaler Qualität. Doch die Sache hat auch einen Haken. DICOM-Dateien sind relativ groß und bei manch einem Arzt/Klinik stößt man dann an die Größenbeschränkungen für eingehende E-Mails. Darüber hinaus kann der Empfänger das Bild in der E-Mail oftmals nicht einfach per Doppelklick öffnen, sondern muss es erst speichern und dann mit seinem DICOM-Viewer öffnen.

2. JPG-Format

Das Bild kann in das gebräuchliche JPG-Format konvertiert werden. JPG ist eine verlustbehaftete Kompression. Die Bild-Dateigröße wird hierbei erheblich reduziert, das Bild aber eben auch minimal verändert.

3. TIF

Die dritte Möglichkeit ist die Konvertierung eines Bildes ins TIF. Dieses Bildformat ist nicht verlustbehaftet und bietet die gleiche Qualität, wie das Original. Die Bilddateien sind damit aber ähnlich groß, wie das Original DICOM.

Es ist folglich sinnvoll, vor dem Versenden den entsprechenden Arzt zu fragen, in welchem Format er das Bild bekommen möchte.

Der Vorgang zum Extrahieren der Bilder ist nahezu identisch. Zunächst werden die Aufnahmen, die versandt werden sollen, selektiert (Mehrfachauswahl mit gedrückter STRG-Taste) .

Dann wechseln wir auf die Registerkarte „Bearbeiten“. Hier legen wir das Format fest.

Bei DICOM und TIF sind keine weiteren Einstellungen notwendig. Bei JPG schieben wir den Qualitätsregler auf 100% um möglichst wenig Qualität zu verlieren.

Da die Bilder nicht gedruckt werden sollen, kann die Einstellung für die Auflösung unverändert bleiben.

Wir starten den Konvertierungsvorgang über die Schaltfläche „Ausgewählte Dokumente konvertieren“. Die konvertierten Bilder werden im Dokumentenbaum jetzt als eigene Untersuchungen mit dem Zusatz „(konvertiert)“ angelegt.

 

Wir müssen nun zunächst die aktuelle Selektion durch Klick auf ein konvertiertes Bild (erkennbar an „Dateiname: con…..“) aufheben und dann alle konvertierten Bilder mit gedrückter STRG-Taste markieren.

Ist dies geschehen, können wir die nun markierten Bilder über die Schaltfläche „Speichern“ extrahieren.

Es öffnet sich der Speichern-Dialog.

Hier sollte nun ein Verzeichnis gewählt werden, in dem die Aufnahmen abgelegt werden. Als Option für „Dateiname“ wählen wir „flach“ um das Anlegen von diversen Unterordnern zu verhindern.

Wir betätigen die Schaltfläche „Speichern“. Die Aufnahmen werden nun als einzelne Bilddateien in das Zielverzeichnis kopiert und können dann per E-Mail als Anlagen verschickt werden.

Kontakt Chiffre: 485297