Erfahrungsberichte

Röntgenaufnahmen mit Nadelkristralldetektoren

Unsere Tochter (7 Jahre) hat ein Fibulahypoplasie und in Folge dessen, musste der Unterschenkel um 10cm verlängert werden. Wir selbst wohnen in Berlin, haben die Beinverlängerung jedoch in Bayern/Vogtareuth durchführen lassen.

Für uns war das deshalb praktikabel, da wir die häufigen Röntgenkontrollen während der Verlängerungs- und Durchbauungsphase an unserem Heimatort durchführen konnten. Die Aufnahmen haben wir auf CD erhalten und konnten die Bilder dann per E-Mail an den behandelnden Arzt nach Bayern schicken. Die Beinverlängerung hat insgesamt etwa 20 Monate gedauert und wir mussten in dieser Zeit nur 10-mal in der Klinik Vogtareuth vorstellig werden.

Damit der behandelnde Arzt den Zustand des wachsenden Knochens beurteilen kann, benötigt er möglichst gute, also kontrastreiche und scharfe Röntgenaufnahmen. Leider waren die Aufnahmen, die wir in einer großen Berliner Klinik haben machen lassen, sichtbar schlechter, als die Aufnahmen aus Bayern/Vogtareuth. Die radiologische Abteilung der Klinik konnte – oder wollte – uns keine Erklärung für den Qualitätsunterschied liefern und so mussten wir uns selbst auf die Suche begeben.

Mit Hilfe eines befreundeten MTA war die Ursache schnell gefunden. Die Klinik in Vogareuth benutzt „Nadelkristalldetektoren“. Beim digitalen Röntgen ist der Detektor die Kassette, die die Röntgenstrahlen „auffängt“ – also das, was früher mal ein Film war. Und genau bei diesen Detektoren gibt es Unterschiede.

Die meisten Kliniken und radiologischen Institute arbeiten mit „Standard-Detektoren“. Als röntgenempfindliche Schicht in den Detektoren wird hier ein Phosphor-Pulver verwendet.

Die Nadelkristalldetektoren verwenden hingegen eine nadelkristalline Struktur.

Darüber hinaus haben sie wohl einen höheren Wirkungsgrad (DQE, Detective Quantum Efficiency) und können dadurch mit einer geringeren Strahlungsdosis auskommen.

Diese – leider wohl sehr teuren – Detektoren liefern Bilder, auf denen auch feinste Strukturen klar erkennbar sind. Diese Nadelkristalldetektoren werden derzeit nur von Agfa hergestellt und zur Verwendung benötigt eine Radiologie neben den Detektoren auch ein entsprechendes Lesegerät.

Die Suche nach einer Klinik, die mit Nadelkristalldetektoren arbeiten, war schwierig. Schlussendlich half erst ein Anruf beim Hersteller Agfa Healtcare in Bonn.

Nachdem wir unser Problem dort schilderten, wurde uns sehr freundlich eine (überraschend kleine) Klinik genannt, die über ein entsprechendes System verfügt.

In Berlin ist das z.B.:

St. Marien Krankenhaus
Gallwitzallee 123-143
12249 Berlin

 

Kontakt Chiffre: 485297